Am 22./23. November fand als Jahresabschluss das Top-Ten-Turnier in Neunburg vorm Wald statt. 163 TeilnehmerInnen gingen in den verschiedenen Altersklassen an den Start – sie kämpften nicht nur um Medaillen und Urkunden, sondern auch um die Top-Ten-Pokale.
Den Anfang machte die mit rund 50 Judoka am stärksten besetzte Altersklasse U11 am Samstagmorgen. Nach spannenden Duellen standen die letzten Sieger des Jahres fest. Bei der anschließenden Top-Ten-Ehrung standen Timo Kirchner vom SV Nittendorf und Valentina Gralla vom TB Weiden ganz oben auf dem Podest.

Gegen Mittag folgten die Kämpfe der U15. Auch wenn relativ wenige TeilnehmerInnen den Weg nach Neunburg gefunden hatten, lieferten sie sich dennoch sehenswerte und auch technisch ausgereifte Duelle. Durch ihre Jahresleistung auf Platz eins brachten es Andrij Danilov vom ATSV Tirschenreuth und Ronja Maria Rosenberg aus Tiefenbach.
Den Abschluss am Samstag bildete die U18, die sich in stabiler Besetzung zeigte. Fast alle KämpferInnen kennen sich hier, viele pflegen neben der Matte gute Freundschaften. Die ersten Top-Ten-Plätze gingen an Jonas Scharping von der DJK Ensdorf und Katharina Bürger vom SV Nittendorf.

Ebenfalls am Samstag ausgezeichnet wurden die Judoka des Jahres 2025. Diese besonders herausragenden AthletInnen hatten das gesamte Jahr über Bemerkenswertes geleistet, waren in der Oberpfalz führend und auch darüber hinaus sehr aktiv. Bei den Jungen ging die Auszeichnung an Leon Ach vom TV Vohenstrauß, der in der U15 in der Oberpfalz fast nicht zu schlagen war und sich in der Meisterschaftsrunde mit einem Nordbayerischen Vizemeistertitel, Bronze auf der Bayerischen und dem fünften Platz bei der Süddeutschen EM bis ganz nach oben kämpfte. Leon war auch bei Turnieren des BJV und DJB immer wieder vertreten und errang sehenswerte Siege.
Bei den Mädchen ging der Pokal an Theresa Frank vom TV Parsberg. Theresa war in der Oberpfalz ausschließlich auf Platz eins zu finden und belohnte sich darüber hinaus mit dem Nordbayerischen Vizetitel, Bronze bei der Bayerischen Meisterschaft und Platz 7 auf der Süddeutschen. Auch sie war bei vielen Turnieren in ganz Bayern und Deutschland auf der Matte zu sehen und errang mehrere Podestplätze.
So haben die beiden Judoka des Jahres eine Vorbildwirkung für die Nachwuchs-KämpferInnen der Oberpfalz und zeigen, welche Ziele man mit Kampfeifer und Einsatzbereitschaft erreichen kann.
Am Sonntagmorgen bot das Top-Ten-Turnier einen würdigen Rahmen für mehrere Ehrungen: Adolf Bindl wurde für seine zahlreichen Verdienste um das Judo in der Oberpfalz geehrt und mit einem großen Brotzeitkorb mit original japanischen Speisen als Kampfrichter verabschiedet. „Adi“ war in früheren Jahren als Kämpfer in mehreren Ligen aktiv und auch im Einzel sehr erfolgreich, später baute er ein eigenes Dojo und erreichte als bisher einziger Oberpfälzer den sechsten Dan. Nun hat er auch seine Laufbahn als Kampfrichter beendet und bekam ebenso wie seine Frau, die ihn immer unterstützt, einen großen Applaus.
Während der eine Kampfrichter in den verdienten Ruhestand ging, wurde mit Kevin Bauer ein neuer Kampfrichter mit der D-Lizenz ausgezeichnet – Kevin hatte bei den letzten Turnieren eine starke Leistung gezeigt und bekam nun die Zulassung, auch bayernweit zu schiedsen.
Kampfrichter-Obmann Manfred Schmid rief auch die Vereinsvertreter auf, ihre verdienten Mitglieder regelmäßig zu ehren, und machte mit drei Ensdorfern den Anfang: Mit Peter Heinze sowie Peter und Silke Hammer bekamen drei langjährige und sehr engagierte Mitglieder die Ehrennadel in Bronze überreicht.
Dann gehörte die Matte den Altersklassen U9 und U13. Eine Verzögerung machte aber erstmal deutlich, wie wichtig die oft ehrenamtlichen und meist unauffälligen Sanitäter sind – die verzweifelt angeforderte Fachkraft wurde schließlich mit Applaus begrüßt. Dann durfte die U9 ins Turnier starten. Wiederum trat eine bunte Mischung aus „alten Hasen“ im Turniergeschäft und neuen StarterInnen an und es gab auch hier schon packende Kämpfe zu sehen. Über das Jahr hinweg Platz eins in der Top Ten erkämpft hatten sich Delovan Moore von der DJK Ensdorf und Blanka Hegedüs vom SV Nittendorf.
Am Sonntagnachmittag schloss die U13 das letzte Ranglistenturnier des Jahres ab und die 35 KämpferInnen brachten noch einmal Stimmung in die Halle. Die ersten Top-Ten-Plätze gingen an Riccardo Smetanin vom TSV Neutraubling und Valerie Lösch von der DJK Ensdorf.

Ein Blick auf die Top Ten der verschiedenen Altersklassen zeigt auch, aus wie vielen Vereinen der Oberpfalz kampfstarke Judoka stammen: Allein auf den Podestplätzen sind neben den oben genannten Vereinen auch Rötz, Parsberg, Miltach, Cham, Mühlhausen, Schwandorf, Vohenstrauß und Wörth vertreten. Das beweist die Leistung der Oberpfälzer TrainerInnen und der unterstützenden Familien, die mit ihrem Einsatz Judoka aus allen Regionen des Bezirks nach vorne bringen. Auch Ihnen gilt zum Jahresende noch einmal ein besonderer Dank – nicht umsonst bekommen die UnterstützerInnen bei jedem Turnier einen großen Applaus.
Ebenso wichtig sind die ausrichtenden Vereine, die immer wieder ein anstrengendes Wochenende auf sich nehmen und alle verfügbaren Kräfte mobilisieren, um ein Turnier vom Mattenaufbau über die Hallenorganisation bis hin zum Essensverkauf auf die Beine zu stellen. Beim Top-Ten-Turnier bot der 1. FC Neunburg v.W. mit seinem Team rund um Andy Köppl einen würdigen Rahmen – vielen Dank dafür!
Eine besondere Rolle an jedem Turniertag spielen auch die Jugendleitung rund um Johan Doossche, die die Mammutaufgabe der Kampforganisation übernimmt, die KampfrichterInnen, die erfreulicherweise von immer mehr Nachwuchskräften unterstützt werden, und das Juniorteam an den Wettkampftischen, das Jugendlichen einen anderen Einsatzbereich und einen neuen Blick aufs Wettkampfgeschehen bietet. Danke an alle Aktiven in diesen Bereichen – ohne euch wäre kein Turnier möglich!
Im Januar wird schon bald nach den Weihnachtsferien die neue Turniersaison beginnen, doch zuerst legen die Oberpfälzer Judoka eine kurze verdiente Winterpause ein. Eine schöne Weihnachtszeit euch allen!
Bericht: Susanne Schubert; Fotos: Reinhold Schubert
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