Bodenkampf-RLT in Schwandorf bietet neue Perspektiven

Wettkämpfe
 

Am 18. Oktober fand ein Boden-Ranglistenturnier in Schwandorf statt. Für viele Judoka bot das die Gelegenheit, besonders Boden zu trainieren und so einen neuen Fokus zu setzen. Mit 125 TeilnehmerInnen in vier Altersklassen war das Turnier gut besucht und lief reibungslos ab.

Am Morgen starteten die U11 und die U13. Jeweils zwei Altersklassen wurden gemeinsam gewogen, dann ging es gestaffelt nacheinander auf die Matten. Bevor die eifrigen jungen Judoka ihren Wettkampftag begannen, erlebten sie noch mehrere Ehrungen für die ältere Generation: Mehrere verdiente Mitglieder des TSV 1880 Schwandorf wurden für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet. Die Schwandorfer Judoabteilung insgesamt erhielt zum 62jährigen Bestehen die Ehrenurkunde des BJV in Gold mit Silberkranz, die der Vereinspräsident Dr. Karl-Heinz Saur entgegennahm. Fast-Gründungsmitglied und Judo-Urgestein Herbert Messer bekam eine Urkunde des Vereins für seinen unermüdlichen Einsatz überreicht, seine Frau Anita erhielt vom BJV die Ehrennadel in Silber. Der aktuelle Trainer Michael Nicola, als Trainer und Prüfer seit Jahrzehnten in seinem Verein und der ganzen Oberpfalz engagiert, wurde mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

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Nach den Ehrungen starteten die U11-KämpferInnen in das Turnier. Die rund 50 jungen Judoka lieferten sich spannende Kämpfe auf den beiden Mattenflächen. Nur wenige Duelle endeten nach kurzer Zeit im Haltegriff, viele Kämpfe zogen sich mit wechselnden Aktionen über die vollen zwei Minuten und mussten immer wieder auch von den Kampfrichtern nach Leistung entschieden werden. Nach der Siegerehrung der stolzen U11 ging es für die U13 auf die Matten. Hier kämpften über 30 Judoka um die Medaillen und Urkunden. Immer wieder waren die im Training zuvor gut eingeübten Umdrehtechniken und verschiedene Strategien für den Bodenkampf zu sehen.

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Am Mittag folgten nacheinander die U15 und U18. Hier waren nun auch Hebel beziehungsweise Würgetechniken erlaubt, was den Bodenkampf nochmal vielfältiger machte. Auch die Techniken wurden routinierter und ausgefeilter. Die Kämpfe, nun über 3 Minuten Kampfzeit, verlangten den Judoka oft alles ab – hier zeigte sich, wie anstrengend Bodenkampf doch immer wieder ist. Trotzdem gingen die AthletInnen mit vollem Einsatz auf die Matte und bestritten nach den offiziellen Duellen auch noch mehrere Freundschaftskämpfe. Viele genossen die Gelegenheit, einmal bewusst Boden zu kämpfen und damit andere Techniken in den Mittelpunkt zu stellen.

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Insgesamt wurde deutlich, dass beim Bodenturnier ein vorher oft wenig beachteter Bereich gefragt war und manche Techniken erst neu trainiert oder gründlich wiederholt werden mussten. Die Kämpfer waren aber stets mit vollem Einsatz und auch viel Spaß bei der Sache. Offensichtlich hatte das Turnier einige Vereine motiviert, im Training den Boden in den Fokus zu rücken. Damit wurde das Ziel der Jugendleitung wie im letzten Jahr erreicht und alle freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.

Dazu trugen neben der Jugendleitung um Johan Doossche auch die unaufgeregt und souverän agierenden Kampfrichter mit Obmann Manfred Schmid, die Wettkampftisch-Besatzungen, viele TrainerInnen, BetreuerInnen und HelferInnen im Hintergrund sowie das Organisationsteam vom TSV Schwandorf bei. Die gute Einrichtung rund um die Matte und das leckere Buffett zeigten den Einsatz des Vereins, der auch in seiner eher kleinen Halle immer wieder große Turniere erfolgreich auf die Beine stellt.

Vielen Dank an alle HelferInnen und herzlichen Glückwunsch an die erfolgreichen Judoka!

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Bericht: Susanne Marquart; Fotos: Reinhold Schubert und Susanne Marquart