Breitensport-Lehrgang

Lehrgaenge
 

Old-Style-Judo, Körperlehre, Akrobatik, und Entspannung beim TSV Schwandorf

 

 
Judo einmal anders war am vergangenen Sonntag beim Breitensportlehrgang des Judobezirks Oberpfalz in der Judoabteilung des TSV 1880 Schwandorf angesagt.
Fernab von Wettkampfstress und Prüfungsdruck begrüßten der Breitensportbeauftragte des BJB-Bezirks Oberpfalz und der Abteilungsleiter der Judoabteilung des TSV Schwandorf, Wolfgang Baumann,  Judoka aus der ganzen Oberpfalz,  um zunächst Judo einmal etwas anders zu erleben.
Old-Style-Judo, die Urform des Judosports, stand als erstes auf der Tagesordnung. Werner Bühler, hochgraduierter Judo- und Ju-Jutsuka vom TV Furth i. W. zeigte eindrucksvoll, wie man sich im Ernstfall auch mit Techniken, die im sportlichen Wettkampf so heute nicht mehr erlaubt sind, wirkungsvoll selbst verteidigen kann.  Die Lehrgangsteilnehmer lernten u. a. effektive Abwehrmöglichkeiten von Schlagtechniken. Auch wurde demonstriert, welche Möglichkeiten der Selbstverteidigung bei verschiedenen Angriffen möglich sind. Und so kamen die Teilnehmer in den gut zwei Stunden gleich am Anfang ganz schön ins Schwitzen.
Ruhiger, aber keinesfalls uninteressanter, ging es verdientermaßen weiter, als Uschi Schlosser vom Rehazentrum Schmid-Döpfer, sehr anschaulich einiges über den Muskelaufbau des menschlichen Körpers erklärte.  Weitere Themen waren auch das Herstellen eines Gleichgewichtes zwischen „starken“ und „schwachen“ Muskeln. Mit effektiven  Aufwärm- und Dehnübungen, wurde den Teilnehmern eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig eine optimale Vorbereitung auf den Wettkampf ist. Und auch das „richtige Sitzen und Stehen“ gehörte zu den Themen von Frau Schlosser.
Nach der Mittagspause durften sich die Lehrgangsteilnehmer dem Thema Judo & Akrobatik widmen. Mit akrobatischen Übungen lassen sich auf spielerische Weise elementare Grundvoraussetzungen für das Judo wie Koordination, Körperspannung, Beweglichkeit und Kraft trainieren. Gleichzeitig wird das eigene Körpergefühl und das Gefühl für den Partner geschult. Schnell mussten die Teilnehmer erkennen, dass nicht alles, was so einfach ausschaut, auch so einfach ist. Dagegen wurde so manche spektakulär ausschauende Übung unter der Anleitung von Bezirkstrainerin Heike Gewehr plötzlich ganz leicht. So näherte sich die Trainingsgruppe über akrobatische Vorübungen komplexen Judotechniken. Im Vordergrund standen der Spaß und die eigenen Grenzen auszuprobieren, so dass man zum Schluss mit dem „Wallflip“ im wahrsten Sinne des Wortes die Wände hoch laufen konnte.
In der letzten Trainingseinheit machten die Judoka, für viele die ersten, Erfahrungen mit Yoga bei der Yogalehrerin, Frau Waltraud Ettl. Es ging nicht nur darum, sich zu entspannen und sich auf den eigenen Körper zu konzentrieren, sondern auch ein Maximum an Dehnung oder Kraftaufwendung zu erreichen. Wer sich für "eigentlich fit" hielt, konnte schon beim "Sonnengruß" feststellen, dass Yoga zum Teil hohe sportliche Ansprüche stellt. Es erfordert ein großes Maß an Beweglichkeit, Balance, Kraft und Konzentration, aber es kommt auch ganz wesentlich auf die richtige Atmung an. Relaxen durften die Teilnehmer zum Abschluss bei der Geschichte von "Spatz und der Sonnenblume", um sich dann nach einem interessanten Trainingstag mit vielen neuen Eindrücken zu verabschieden.